Im Schlafsaal schlecht singen
Camino-Schlafsaalgeschichte: spontanes Singen, Gemeinschaft und Freude nach einer schwierigen Etappe.

Musik ohne Vorsprechen
Key moment: Füße pochten; Moral wackelte. Dann erhob sich eine Stimme – zaghaft, mutig – ein Volkslied aus einem Land, das ich nicht schnell genug auf einer Karte finden konnte.

Andere stiegen ein; Tonarten wanderten; Rhythmus lachte über sich selbst. Musik wurde Erlaubnis, gemeinsam unvollkommen zu sein.
Ich kannte die Hälfte der Worte und sang trotzdem. Vokale tragen Emotion wenn Texte versagen.
Der Herbergswirt klopfte einmal – nicht wütend, Lautstärke prüfend. Wir senkten, grins ten, machten sanfter weiter. Respekt und Freude teilten ein Metronom.
Schlaf kam nach dem Lied leichter. Körper entspannten sich wenn Kehlen geäußert hatten.
Wenn jemand singt, riskiere den Beitritt. Pilger-Chor akzeptiert rostige Stimmen; Herzen stimmen den Rest.
Wenn jemand singt, riskiere den Beitritt. Pilger-Chor akzeptiert rostige Stimmen; Herzen stimmen den Rest.
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