Mondlicht über Galicien
Camino-Geschichte: versehentliches Nachtgehen in Galicien, Stirnlampen, Schönheit und Sicherheitsbewusstsein.

Nachtliches Gehen mit Vorsicht
Key moment: Zeitmathematik versagte uns – Kaffee zu lang, Fotos zu viele, Knie zu ehrlich. Die Dämmerung kam an, bevor die Herberge es tat.

Wir klickten Lampen an und wurden zu sanften Konstellationen auf einem Pfad. Frösche stritten in Gräben; Sterne vervielfältigten sich über Eukalyptus.
Angst besuchte – Autos, Knöchel, Vorstellungskraft. Wir liefen eng beieinander, sprachen stetig, prüften Karten zweimal. Nachtgehen ist kein Abzeichen; es ist ein letzter Ausweg, den wir überlebten.
Ein Auto verlangsamte weit; Fahrer winkte. Kleine Gnaden stapelten sich.
Die Ankunft schmeckte nach Suppe und Erleichterung. Wir versprachen, Leichtsinn nicht zu romantisieren; wir würden auch nicht das Gesicht des Mondes auf nassen Blättern vergessen.
Wenn die Nacht dich findet, gruppriere, beleuchte, verlangsame. Schönheit paart sich mit Wachsamkeit; beides gehört in die Geschichte.
Wenn die Nacht dich findet, gruppriere, beleuchte, verlangsame. Schönheit paart sich mit Wachsamkeit; beides gehört in die Geschichte.
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